Wie lebt man, wenn man nicht sehen kann?

Im Rahmen des aktuellen HSU-Themas „Auge“ durften die dritten Klassen einen ganz besonderen Besuch begrüßen: Eine blinde Frau kam gemeinsam mit ihrem Blindenführhund zu uns an die Schule und gewährte den Kindern spannende Einblicke in ihren Alltag.
Ziel dieses Besuchs war es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch Toleranz zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, zahlreiche Fragen zu stellen und erfuhren aus erster Hand, wie ein Leben ohne Augenlicht gestaltet werden kann. Dabei wurde schnell deutlich, wie wichtig Selbstständigkeit, Vertrauen – insbesondere zum Blindenführhund – und gegenseitige Rücksichtnahme im Alltag sind.
Besonders beeindruckend waren die praktischen Beispiele: Die Kinder lernten, wie Spiele so verändert werden können, dass auch blinde Menschen daran teilnehmen können und woran man sehbehinderte oder blinde Personen im Straßenverkehr erkennt. Auch der Umgang mit einem Blindenführhund wurde thematisiert.
Der Besuch hat bei vielen Kindern nicht nur für großes Interesse gesorgt, sondern auch Empathie geweckt und den Blick für die Lebensrealität anderer Menschen geschärft. Wir bedanken uns herzlich bei unserer Besucherin für die offenen Gespräche und die eindrucksvollen Einblicke in ihr Leben!